Gedanken...

21.01.2021 - Impuls

Das Foto zeigt geschlossene Ladentüren an einem Mittwochvormittag.


Seit dem 21. Dezember ist ein solches Bild überall zu sehen. Vor Weihnachten war der Schreck für jene Menschen groß, die noch nicht alle Geschenke eingekauft hatten. Auch jetzt bremsen uns die verschlossenen Türen.

Wir bekommen vor Ort die Dinge des täglichen Bedarfs…(also) Lebensmittel, Medikamente und Drogeriebedarf.

Bei anderen Waren kann vorher Bestelltes abgeholt werden.

Das ist eine gute Möglichkeit, aber es erfordert andere Wege – auch andere Denkwege…

Zu manchen Gelegenheiten fehlt mir das ein oder andere.


Ich muss improvisieren,
Altes wieder hervorholen, abstauben und manchem eine neue Funktion geben.

Etwas ausgebremst zu sein verändert die Wahrnehmung, verändert die Werte und lässt Neues entdecken oder Altes neu entdecken.

Dabei stellen sich mir die Fragen:

  • Benötige ich wirklich alles, was ich mir wünsche?
    Manch ein Wunsch vergeht, wenn der Wunsch nicht gleich erfüllt wird.
  • Was belastet mich sogar? Wovon sollte ich mich verabschieden?
  • Was besitze ich, das jemand anderem eine Freude bringen kann?
  • Was ist mein „täglich Brot“, was brauche ich wirklich?


Ladenzeile
 
 

19.01.2021 - Impuls

Hoffnungszeichen


Vor etwa drei Wochen haben mobile Impfteams mit Impfungen gegen das Corona-Virus in Altenheimen und Kliniken begonnen. In diesen Tagen öffnet in unserer Region das Impfzentrum in Kassel. Weitere Orte sind vorbereitet und sollen in den nächsten Wochen folgen – auch eines in Fritzlar.


Für mich ist der Impfstart ein Hoffnungszeichen in eine bedrückende Situation hinein.
Ein Schritt, der mich den Blick nach vorne richten lässt. Er lässt mich hoffen, dass ich in einigen Monaten wieder mit Menschen, die mir wichtig sind, unbeschwerter zusammen sein kann. Insgesamt nährt er bei mir die Zuversicht darauf, dass wir wieder mehr Gemeinschaft haben können.


Es ist ein Hoffnungszeichen in der aktuellen Zeit.

Ich bin überzeugt davon, dass ich in meinen Alltag weitere solcher Zeichen finde, die ich mitunter gerade aus verschiedenen Gründen übersehe. Es ist eine Suche, auf ich mich gerne begeben möchte.


Vielleicht können die folgenden Fragen dabei helfen:

Was sind weitere Hoffnungszeichen, die ich in meinen Alltag erkennen kann? Was sind Dinge, die mir in der aktuellen Situation helfen und guttun?

Kann ich selbst durch meine Haltung oder eine konkrete Handlung zum Hoffungszeichen für Andere werden?


Die Antworten sind persönlich und werden bei verschiedenen Personen sicher unterschiedlich ausfallen.


Hinweisschild
 
 

14.01.2021 - Impuls

Wo geht die "Reise" hin?


Der Pfeil auf dem Fußboden der Kirche in Homberg zeigt die Richtung an. Der Pfeilt gibt den Weg vor, den die Teilnehmenden des Gottesdienstes gehen sollen.


Der Pfeil steht für mich noch für eine andere Frage:

Wohin geht die "Reise"? In welche Richtung geht das gesellschaftliche, soziale, kirchliche Leben?

Was erwartet uns in den nächsten Tagen und Wochen?

Und: Was und wer bietet mir eine Orientierung und eine Sicherheit für die Zukunft?


Viele Fragen, die unterschiedlich beantwortet werden oder zu großer Unsicherheit führen können.

Eine für alle gültige Antwort kann zurzeit wohl kein Mensch geben.

Daher bin ich selbst herausgefordert, in den Unsicherheiten der Zeit, meinem Leben eine Richtung und eine Ausrichtung zu geben.

Wonach richte ich mich aus? An wem und was richte ich mich aus um möglichst unbeschadet durch diese Zeit zu kommen?

Bei allen äußeren Vorgaben braucht es die individuelle Entscheidung.


Pfeil
 

12.01.2021 - Der Start nach den Ferien...

...das war in den vergangenen Jahren immer gleichbedeutend damit, dass viel Leben zurück in die Schule und die Kindertagesstätte kehrte. In dieser Woche ist es anders: Nur die Abschlussklassen kehren in den Schulen vollständig zum Präsenzunterricht zurück. Die Klassen ab Jahrgangsstufe 7 haben verbindlichen Distanzunterricht und in den unteren Jahrgängen sind die Eltern dazu aufgerufen, die Kinder wann immer möglich zu Hause zu lassen.

Der gleiche Aufruf gilt ebenso für die Kinder in den Kindertagesstätten. Leere Flure, verwaiste Klassen-, Spiel- und Lehrerzimmer prägen nun das Bild unserer Schulen und Kitas.

Eindrücke und Wünsche aus der Kita und Schule dazu:


Aus der Kita:


Es heißt weiterhin durchhalten!

Die außergewöhnliche Lage, die der Coronavirus mit sich bringt hat den Kindergartenalltag auf den Kopf gestellt und nicht alle Kinder können die Kita besuchen.

Wir vermissen unsere Kinder sehr. Trotz allem bleiben wir in Kontakt, bieten uns gegenseitig Hilfe an und schenken den kleinen Dingen des Alltags Aufmerksamkeit und freuen uns daran.

Wir hoffen, dass die „Kita-Tür“ bald wieder für alle geöffnet wird.


Hannelore Schippany, Leiterin der Kita Christus Epheta, Homberg

Eingang Kita Homberg
 


Aus der Schule:


Was vermisse ich in dieser Zeit: Die Gestik und Mimik bei den Schülern richtig zu deuten, da die Masken die Hälfte des Gesichts verdecken. Im DistanzUnterricht muss öfter der Ton und das Bild ausgeschaltet werden, damit die Übertragung gewährleistet werden kann. Somit kann man zusätzlich noch nicht einmal die verbalen Reaktionen wahrnehmen. Das macht Unterricht nicht nur anders sondern auch sehr schwer, man Arbeitet mit und gegen eine Maschine und nicht mit dem Schüler.


Bernd Hermann, Lehrer und Organisationsleiter der Ursulinenschule Fritzlar

Klassenraum Ursulinenschule Fritzlar